Sei bereit! (1/3) – Tipps für eine gute Präsentation

Ein anonymer Gast-Beitrag.

In der Sei-Bereit-Reihe bekommst du praktische, zum Teil alt bekannte, aber auch ganz neue, persönliche Tipps für eine gute Vorbereitung. In diesem 1. Teil ist lautet das Thema: Präsentation.

 

Wie bereite ich mich gut vor? Was tun gegen die Nervosität? Welche Techniken helfen während des Vortragens?

Hintergründe

Ich bin gerne gut vorbereitet.

Manch einer sieht das als übermäßiges Kontroll-Bedürfnis, mir gibt es aber mehr Freiheit:

Wenn ich einen Flohmarkt- oder Schwimmbad-Besuch antrete krame ich erstmal Kleingeld hervor. Werde ich mal spontan eingeladen oder habe einen Geburtstag vergessen macht das nichts, denn ich habe eine Geschenke-Kiste, in der ich schöne Dinge übers Jahr verteilt sammle. Bin ich auf Hochzeiten oder Beerdigungen eingeladen habe ich 2-3 entsprechende Outfits im Kleiderschrank.

Deshalb hier ein paar Tipps und Hacks, wie du Dich auch auf Präsentationen gut vorbereitest.

 

Kärtchen

Mach Dir einfach ein Mal stabile, schicke Papp-Kärtchen und klebe einfach deine Zettel darauf. Die kannst du nach dem Vortrag entfernen und wiederverwenden.

Und unbedingt nummerieren, sonst kann es beim Runterfallen zu großem Ärger deinerseits und Langweile deines Publikums kommen.

Meine Präsentation bereite ich insofern vor, dass ich meinen gesamten Redeanteil abtippe, jegliche Interaktion mit dem Publikum rot vermerke und alles in grün ergänze, was ich sagen kann aber nicht muss.

 

Eye-Catcher

Du brauchst keine nackte Haut zeigen, das lenkt vielleicht eher von deiner Expertise ab. Aber versuch es doch mal mit einem großen Ring oder knalligem Oberteil (solange du dich wohlfühlst).

 

Übung macht den Meister

Der Spruch ist alt, das Prinzip bleibt aktuell.

Dabei ist relativ egal, wie du übst – ob du es Zuhause laut vorsprichst, aufzeichnest oder vor dem Spiegel oder Freunden übst ist dabei egal.

 

Break-Downs & Black Outs

Ich bin unglaublich nervös vor Referaten, aber mache es gerne, weil ich es gut kann. Selbst wenn du den Faden verlierst, kannst du notfalls alles von den Kärtchen ablesen.

Um einen „nervous breakdown“ zu vermeiden atme tief durch. Ich warte sogar immer noch einige Sekunden, auch wenn schon alle still sind und Dir ihre Aufmerksamkeit widmen.

Mir hilft es, mir die Zeit als einen Freund vorzustellen: Zum einen stelle ich mir gerne vor, ich hätte etwas schon geschafft. Zum anderen überlege ich manchmal, welchen Stellenwert die aktuelle Situation in meiner gesamten Biografie hat und ob dieser Moment mir in 50Jahren immer noch so wichtig erscheinen würde. Das relativiert oft meine Ängste.

 

Suche Dir Anker im Raum

Meistens wähle ich einen Tisch, an den ich mich anlehne, auf dem ich sitze und die Beine baumeln lasse oder mich pseudo-lässig anlehne. Falls das möglich ist und du vorher Zeit hast, gestalte den Raum und deinen Präsentations-Space so, dass du dich so wohl wie möglich fühlst.

Zudem nehme ich immer eine große Flasche Wasser mit. Wenn du kurz rauskommst trinkst du einfach einen Schluck, das Publikum rennt schon nicht weg. Im Gegenteil, eine kleine Pause wirkt lässig und hilft auch den Zuhörenden, ganz kurz abzuschweifen oder nachzudenken, um dann ihre Konzentration wieder zu sammeln.

Und solltest du zum Zittern neigen, vermeide hohe Schuhe und Laser-Pointer, die verstärken das Ganze nur und machen dich womöglich noch unsicherer.

Stattdessen einfach einen schlichten Pfeil oder eine farbliche Umkringelung des wichtigen Aspekts in die Präsentation einarbeiten.

Aber bitte beachten: Weniger ist mehr, vor allem bei Effekten, Farb-Gebung und Text-Dichte der Slides.

Tip-Turn-Talk-Technik

Bedeutet: Tafel, Projektion oder Präsentations-Objekt antippen oder gestisch hindeuten, dann zum Publikum wenden und anschließend daran erst sprechen.

 

Fazit

So, das wars. Ich hoffe, dass Dir die Tipps helfen und wünsche Dir viel Erfolg, und vielleicht auch sogar Spaß, bei Deiner Präsentation.

Immer bereit zu sein für alle Eventualitäten ist unmöglich, aber oft ist es praktisch. Auch die größten Perfektionisten werden mal vom Leben überrascht.

Aber falls möglich macht eine gute Vorbereitung vieles leichter. Das Vorbereiten kostet zwar ein wenig Zeit, diese sparst du dir dann aber hinten raus, indem du nicht nachbereiten musst.

 

 

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